Der Umweltstandard Green Shape – eine Erfolgsgeschichte
Wie Green Shape entstanden ist
Für uns gehört Verantwortung zum Unternehmertum. Wenn wir Outdoor-Produkte entwickeln, betrachten wir auch die Auswirkungen ihrer Herstellung auf Menschen und Umwelt. Deshalb haben wir 2010 Green Shape als eigenen Umweltstandard ins Leben gerufen. Er sollte klare Anforderungen an die Materialien und die Herstellung unserer Produkte festlegen. Später kamen weitere Kriterien hinzu, etwa für Reparierbarkeit und Materialeffizienz. Diese Geschichte zeigt, wie sich Green Shape entwickelt hat – bis zur unabhängigen Zertifizierung im Jahr 2026.
Green Shape war dabei ein Werkzeug, um Umweltanforderungen in der Produktentwicklung zu verankern und ihre Umsetzung anhand festgelegter Kriterien zu bewerten.


2010 ist das Geburtsjahr von „Green Shape“
Die Herstellung von Textilien benötigt Rohstoffe, Wasser und Energie. Auch die verwendeten Chemikalien und die Behandlung von Abwasser können Umwelt und Gesundheit belasten. Hinzu kommen Herausforderungen bei den Arbeitsbedingungen in den Lieferketten. Für VAUDE war deshalb klar: Wir müssen uns mit den Auswirkungen unserer Produkte auseinandersetzen und bereits bei ihrer Entwicklung ansetzen.
Antje von Dewitz vertritt bis heute die Meinung: „Wir als Hersteller von Textilien sind ein Teil des Problems, aber wir wollen ein Teil der Lösung sein. Wir sind uns bewusst, dass unsere unternehmerische Tätigkeit mit einer Belastung unserer Umwelt einhergeht und dass die Ressourcen unseres Planeten endlich sind. Diese Verantwortung nehmen wir an und arbeiten beständig daran, unseren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.“
Ein zentraler Baustein war 2010 die Einführung von Green Shape. Das damals unternehmenseigene Label kennzeichnete Produkte, die die von VAUDE festgelegten Anforderungen an Materialien und Herstellung erfüllten.
Warum VAUDE einen eigenen Standard entwickelte
Green Shape sollte unterschiedliche Materialstandards in einem gemeinsamen Bewertungssystem zusammenführen.
2010 suchten wir ein übergeordnetes Bewertungssystem, das zu den unterschiedlichen Materialien unserer Outdoor-Produkte passte. Bereits seit 2001 war VAUDE Systempartner von bluesign®, einem System mit Anforderungen unter anderem an Chemikalieneinsatz und Herstellungsprozesse. Doch unsere Produkte bestanden nicht nur aus Kunstfasern: Auch Metalle und Naturmaterialien kamen zum Einsatz. Für diese unterschiedlichen Bestandteile brauchten wir jeweils geeignete Nachweise.
VAUDE entwickelte deshalb ein eigenes Bewertungssystem, das bestehende Textil- und Umweltstandards einbezog. Es sollte später auch Anforderungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigen. Ein Anstoß kam aus dem Fachhandel: Gewünscht war eine Kennzeichnung, die Kund*innen die Orientierung beim Kauf erleichtert. Hilke Patzwall, Leitung Nachhaltigkeitsmanagement bei VAUDE, entwickelte Green Shape von Anfang an maßgeblich mit.
Schon 2009 stellte das Team erste Kriterien für die eingesetzten Materialien auf. Der Anspruch war, ein umfassendes Bewertungssystem für Outdoor-Produkte zu entwickeln.


«2009 stellten wir die ersten Kriterien auf, die unsere Materialien erfüllen mussten, um das Green Shape Label zu erhalten. Wir hatten den Anspruch, den weltweit strengsten Textilstandard für Outdoorprodukte aufzustellen.»
Hilke Patzwall
Eine herausfordernde Aufgabe. Ein umfassender Kriterienkatalog und ein strenges Bewertungssystem wurden erarbeitet. Doch dazu mussten viele Fragen geklärt werden. Für welche Materialien und Substanzen gab es abgesehen von bluesign® aussagekräftige Zertifikate oder Standards? Waren problematische Chemikalien ersetzbar? Und wie sollte es gelingen, die Produzenten einzubinden? Bei der schwierigen Frage der Bewertung verschiedener Naturmaterialien standen VAUDE der langjährige Kooperationspartner World Wide Fund for Nature (WWF) aber auch viele Händler des Outdoor- und Sportfachhandels zur Seite.
Die Entwicklung des eigenen Standards kostete viel Zeit und erforderte neue Abstimmungen mit Lieferanten, Fachhandel und den Teams im Unternehmen.
In der ersten Entwicklungsphase lag der Schwerpunkt auf den Materialien und den Umweltanforderungen an deren Herstellung. Welche Nachweise anerkannt wurden, legte der Kriterienkatalog fest. Intern setzte sich VAUDE jährlich Ziele für den Anteil der Green Shape Produkte in der Kollektion.
Klare Strategie in Bezug auf Schadstoffe und Chemikalien
Es galt ein Chemikalienmanagement als Teil des Qualitätsmanagements aufzubauen. Zunächst wurden dazu Materialien systematisch auf problematische Stoffe untersucht. Dabei zeigten sich Unterschiede zwischen den Lieferanten – sowohl bei der Materialqualität als auch beim Wissen über Chemikalien.
Die Erkenntnis daraus: Die Prüfung fertiger Produkte allein genügte nicht. Man musste bereits bei der Materialauswahl und den Herstellungsprozessen ansetzen.
Es wurden Stoffe definiert, deren Einsatz verboten oder durch Grenzwerte beschränkt werden sollte. Dabei wurde unter anderem mit bluesign® zusammengearbeitet. Die Vorgaben wurden in Listen für beschränkte Substanzen festgehalten und mit dem verfügbaren Wissen weiterentwickelt. Eine Restricted Substance List (RSL) betrifft Rückstände im Material oder Endprodukt; eine Manufacturing Restricted Substance List (MRSL) regelt den Einsatz von Chemikalien in der Herstellung. Die Produzenten wurden zur Einhaltung der jeweiligen Vorgaben verpflichtet.
Damit verlagerte VAUDE einen Teil der Kontrolle an den Anfang der Produktion: Vorgaben für den Chemikalieneinsatz, Anforderungen an die Produktionsstätten und Materialprüfungen sollten ineinandergreifen. Das bedeutet keine Garantie, dass sämtliche Produkte frei von allen problematischen Stoffen sind. Entscheidend sind definierte Beschränkungen, Grenzwerte und die zugehörigen Nachweise.
Von Konflikten zu ersten Erfolgen
Die Umstellung war nicht einfach. Unsere Produktmanager*innen befürchteten, langjährige Lieferanten zu verlieren. Materialien, die die Green Shape Kriterien erfüllten, waren schwer zu finden und oft teurer. Manche Hersteller wollten die zusätzlichen Kosten für Auditierungen nicht tragen. Aus dem Handel kam zunächst die Rückmeldung, dass nur wenig Nachfrage nach Produkten mit solchen Umweltanforderungen bestehe. Auch bei Banken stießen die Pläne auf Skepsis.
„Es gab heftige Konflikte auf vielen Ebenen in den ersten Jahren“, erinnert sich Antje von Dewitz.
Mit vielen Gesprächen, Trainings und Schulungen ging es Schritt für Schritt voran. Ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Jan Lorch, Geschäftsleitung Vertrieb und Nachhaltigkeit, unterstützte die Umsetzung in den verschiedenen Abteilungen. Produktentwicklung, Einkauf, Qualitätsmanagement und Vertrieb arbeiteten gemeinsam daran, die Green Shape Kriterien im Alltag anzuwenden.
2011 richtete VAUDE gemeinsam mit Sport Scheck erstmals eigene Verkaufsflächen für Green Shape Produkte ein. „Das fühlte sich großartig an und war eine enorm wichtige Bestätigung auf unserem Weg“, erinnert sich Antje von Dewitz. Damit wurde der Standard auch im Handel sichtbarer.
Es gab viele Turbulenzen auf dem Weg zu PFC-freier Outdoor-Ausrüstung
Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung von Green Shape war der Einsatz fluorierter Chemikalien. In der Textilproduktion sind besonders die poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC), auch Fluorcarbone genannt, kritisch. Sie sind nicht biologisch abbaubar, gelangen über das Abwasser in die Umwelt und reichern sich über die Nahrungskette auch im menschlichen Organismus an. Zudem stehen sie im Verdacht, krebserregend zu sein.
Diese sogenannten PFAS wurden in der Outdoor-Branche lange für wasser- und schmutzabweisende Ausrüstungen eingesetzt. Weil sie in der Umwelt kaum abgebaut werden, werden sie auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet. VAUDE machte sich früh auf den Weg, diese Stoffe durch andere Lösungen zu ersetzen.
Bereits seit 2010 verzichten wir in unseren wasserdichten Membranen auf den Einsatz von PFCs, die zur Stoffgruppe der PFAS gehören. Schwieriger war die Umstellung der Imprägnierungen auf den Oberstoffen. Gemeinsam mit unseren Partnern entwickelten und testeten wir Alternativen, die auch den Anforderungen an Funktion und Beständigkeit gerecht werden mussten.
Zusätzlichen Druck auf die gesamte Branche brachte die Detox-Kampagne von Greenpeace. 2016 unterzeichnete VAUDE als erste größere Outdoor-Marke das „Greenpeace Detox Commitment“. Damit verpflichteten wir uns freiwillig, schädliche Substanzen aus der Lieferkette zu eliminieren und über unsere Fortschritte zu berichten.
Schritt für Schritt gelang die Umstellung: zunächst bei wasserabweisender Bekleidung, später bei Schlafsäcken, Schuhen und Rucksäcken. Seit 2021 verzichten wir bei allen Bekleidungsstoffen auf den Einsatz von PFAS. Unsere wasser- und schmutzabweisende Ausrüstung, bisher als Eco Finish bekannt, heißt heute NoPFAS Finish. Die dafür eingesetzten Ausrüstungschemikalien enthalten nachweislich keine PFAS.
Die letzten Herausforderungen waren wasserdichte Reißverschlüsse und Zelte. Auch hier konnten wir die verbleibenden Anwendungen zur Sommerkollektion 2025 umstellen. Nach 15 Jahren Entwicklungsarbeit war damit der PFAS-Ausstieg abgeschlossen: Seit der Sommerkollektion 2025 verzichtet VAUDE in allen Produktgruppen bewusst auf den Einsatz von PFAS.
Trotz dieses vollständigen Verzichts können Spuren oder Rückstände von PFAS in unseren Produkten enthalten sein – etwa durch Verunreinigungen in Wasser, Maschinen oder Ausgangsrohstoffen. Deshalb sprechen wir vom Verzicht auf den Einsatz von PFAS und bezeichnen unsere Produkte nicht pauschal als „PFAS-frei“.


Regenjacken ohne PFAS-Einsatz
Staatliches Siegel Grüner Knopf für alle Green Shape-Produkte
Als mittelständisches Familienunternehmen war es nicht immer leicht, die Rahmenbedingungen gerade in der Lieferkette und in der Textilherstellung allein zu verändern. Schon lange setzten sich Antje von Dewitz und ihre Kolleg*innen aus der Geschäftsleitung für ein gemeinsames Vorgehen der gesamten Branche und politische Unterstützung ein. Und so war es nur konsequent, dass VAUDE 2014 Gründungsmitglied im „Bündnis für nachhaltige Textilien“ der deutschen Bundesregierung wurde. „Das war eine großartige Chance, gemeinsam Veränderungen bewirken zu können“, erinnert sich Antje von Dewitz. Denn erstmals bündelten Bundesregierung, Textil- und Bekleidungs-Industrie, Handel, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft freiwillig ihren Sachverstand und ihre Kräfte mit dem Ziel, international anerkannte Umwelt- und Sozial-Standards in der gesamten Wertschöpfungskette der Textilproduktion besser als bisher in die Praxis umzusetzen.
Auch Green Shape entwickelte sich weiter. 2015 wurden die Kriterien von der Materialauswahl auf weitere Phasen ausgeweitet: Design, Materialherstellung, Produktionsstätten, Gebrauch und Pflege sowie das Produktlebensende. Damit rückten Entscheidungen in den Blick, die bereits lange vor der Fertigung eines Produkts getroffen werden.
2019 führte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung den Grünen Knopf ein. Das staatliche Siegel verbindet Anforderungen an Unternehmen mit Anforderungen an Produkte und berücksichtigt dabei Umwelt- und Sozialaspekte. VAUDE beteiligte sich an seiner Entwicklung.
Im damaligen System wurde Green Shape als Nachweis für die Umweltanforderungen des Grünen Knopfs anerkannt. Diese historische Anerkennung ist von der heutigen unabhängigen Green Shape Zertifizierung zu unterscheiden.
Für das Team war die damalige Anerkennung eine Bestätigung der Entwicklungsarbeit. Sie ersetzte jedoch keine unabhängige Zertifizierung nach dem heutigen Green Shape Standard.




Produkte mit dem Grünen Knopf
Unsere Green Shape zertifizierten Produkte tragen das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien.
Kreislaufdenken ist das Herz von Green Shape
Zur Sommerkollektion 2022 ergänzte VAUDE den damaligen Green Shape Standard um weitere Kriterien zu recycelten oder biobasierten Materialien, Reparierbarkeit, Materialeffizienz und Recyclingfähigkeit. Im heutigen unabhängigen Standard liegt der vorgeschriebene Anteil zertifizierter recycelter oder erneuerbarer Rohstoffe bei mehr als 50 Prozent des Gewichts der textilen Rohstoffe. Dieser Wert bezieht sich auf die textilen Bestandteile, nicht pauschal auf das Gesamtgewicht einschließlich aller nicht-textilen Komponenten.


Was bedeuten die Green Shape Kriterien etwa für das Thema Reparierbarkeit unserer Produkte?
VAUDE entwickelte dafür einen Reparaturindex. Er hilft den Teams, schon beim Entwurf zu bewerten, wie sich Bauteile austauschen oder Schäden beheben lassen. Bei bestimmten Fahrradtaschen können beispielsweise Schnallen mit wenigen Handgriffen ersetzt werden. Ergänzend bietet VAUDE einen Reparaturservice sowie Anleitungen und Ersatzteile an, auch über die Plattform iFixit. Welche Reparatur möglich ist, hängt vom jeweiligen Produkt und Schaden ab.


Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Materialverbrauch. Die Produktdesigner*innen stimmen Schnitt und Design so aufeinander ab, dass möglichst viel des eingesetzten Materials tatsächlich im Produkt landet. Dabei wird die Materialeffizienz bewertet. Der Anspruch ist, Verschnitt zu begrenzen – nicht, jede Produktion ohne Abfall zu ermöglichen.
Auch das Produktlebensende wird bereits bei der Entwicklung berücksichtigt. Reparierbarkeit und eine möglichst lange Nutzung sind dabei wichtige Ansatzpunkte. Wenn ein Produkt nicht mehr genutzt werden kann, hängt seine tatsächliche Recyclingfähigkeit unter anderem von der Materialzusammensetzung, der Trennbarkeit der Bestandteile und den verfügbaren Sammel- und Recyclingverfahren ab.
Hilke Patzwall beschrieb den Ansatz so: „Wir verankern bereits in der Produktentwicklung Kriterien dafür, welche Materialien und Verarbeitungs-Technologien ausgewählt werden, denn ideal für ein stoffliches Recycling sind Produkte aus möglichst sortenreinen Materialien, die sich gut voneinander trennen lassen.“
Die Teams bewerten Materialien im Hinblick auf ihre Recyclingfähigkeit und die vorhandene Infrastruktur. Bei Materialien, die sich nur schwer recyceln lassen, etwa Elasthan oder bestimmten Polyurethan-Anwendungen, prüfen sie, ob diese für die Funktion notwendig sind und ob ihr Anteil reduziert werden kann. Solche Designkriterien bedeuten jedoch nicht, dass jedes Green Shape Produkt heute vollständig oder flächendeckend recycelt werden kann.


Ersatzteil nötig?
Wir bieten für viele Produkte Ersatzteile und zeigen dir wie du kleine Reparaturen selbst durchführen kannst.
Recycelte und biobasierte Rohstoffe gezielt einsetzen
VAUDE beschäftigte sich früh mit Alternativen zu neu gewonnenen fossilen Rohstoffen. Zum Einsatz kamen je nach Produkt beispielsweise recyceltes Polyester und Polyamid sowie biobasierte Materialien. Welche Rohstoffe ein konkretes Produkt enthält und in welchen Anteilen, ist auf der jeweiligen Produktseite angegeben.


Auch unterschiedliche Recyclingverfahren wurden erprobt. Ein Beispiel ist Polyamid, bei dessen Herstellung Rohstoffe aus dem chemischen Recycling von Altreifen über ein Massenbilanzverfahren zugeordnet werden.
Bei einem Massenbilanzverfahren werden alternative und konventionelle Rohstoffe im Produktionssystem gemeinsam verarbeitet. Der alternative Anteil wird rechnerisch bestimmten Materialmengen zugeordnet. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass der zugeordnete Anteil physisch in genau dieser Höhe im einzelnen Produkt enthalten ist.
2026 wird Green Shape unabhängig
Nach 15 Jahren Entwicklungsarbeit hat VAUDE Green Shape Anfang 2026 in die Verantwortung des unabhängigen, gemeinnützigen Green Shape e.V. übertragen. Der Verein ist heute Standardgeber und Programmeigner. Green Shape® ist außerdem als EU-Gewährleistungsmarke eingetragen.
Damit hat sich die Rolle von VAUDE verändert: Wir legen die Anforderungen des Standards nicht mehr selbst fest und kontrollieren sie nicht mehr selbst. VAUDE ist heute Nutzer des Standards und durchläuft den unabhängigen Zertifizierungsprozess, der auch anderen interessierten Textil- und Outdoormarken offensteht.


Im September 2026 hat VAUDE diesen Prozess als erste Marke erfolgreich abgeschlossen. Die unabhängige Zertifizierungsstelle Control Union Certifications Germany führte die erste Zertifizierung durch. 80 Prozent der Produkte unserer Herbst-/Winterkollektion 2026 sind nach dem Green Shape Standard zertifiziert und tragen das neue Label. Diese Angabe bezieht sich auf diese Kollektion und ist keine Aussage über sämtliche VAUDE Produkte.
„Dass wir nun als erster Standardnutzer die unabhängige Zertifizierung erfolgreich durchlaufen haben, ist für uns ein konsequenter nächster Schritt“, sagt Antje von Dewitz, Geschäftsführerin von VAUDE.
Green Shape steht damit für Produkte, die definierte Umweltanforderungen erfüllen und nach dem unabhängigen Standard zertifiziert wurden. Die Kriterien betrachten den Produktlebenszyklus vom Design und der Materialauswahl über Herstellung und Nutzung bis zum Produktlebensende. Dazu gehören Anforderungen an Chemikalienmanagement, Materialeffizienz, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Eine pauschale Aussage, ein Produkt sei in jeder Hinsicht „umweltfreundlich“ oder ohne Umweltauswirkungen, ist damit nicht verbunden.
Die unabhängige Zertifizierung ist von einer Akkreditierung zu unterscheiden. Die Programmprüfung auf Akkreditierungsfähigkeit bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) läuft weiter. Eine Bestätigung der Akkreditierungsfähigkeit liegt laut der aktuellen gemeinsamen Pressemitteilung noch nicht vor.
Green Shape konzentriert sich auf Umweltkriterien. Grundlegende menschenrechtliche Sorgfaltspflichten werden im Vorfeld der Zertifizierung geprüft; das Umweltlabel ist jedoch keine umfassende Zertifizierung fairer Arbeitsbedingungen.
Der nächste Schritt steht der gesamten Branche offen: Auch andere Marken können ihre Produkte nach dem Green Shape Standard unabhängig zertifizieren lassen. Aus einem unternehmenseigenen Standard ist damit ein Zertifizierungssystem geworden, dessen Anforderungen über VAUDE hinaus genutzt werden können.
Du willt noch mehr über Green Shape erfahren?
Mehr zu unseren zertifizierten Green Shape Produkten erfährst Du hier und wenn Du noch tiefer eintauchen willst, wie unser Umweltstandard im Detail funktioniert und welche Kriterien wir dabei alle berücksichtigen, klicke in unseren Nachhaltigkeitsbericht.
Mehr über das Green Shape Label findest du auf der Green Shape-Website.

