Kostenloser Versand ab 30 CHF
Klimaneutrale Produkte
Fair und partnerschaftlich

Presse

Willkommen im VAUDE Pressebereich

Hier stellen wir Ihnen aktuelle Pressetexte und Bildmaterial von VAUDE bereit. Weitere Pressebilder und Informationen zu speziellen redaktionellen Themen senden wir Ihnen gerne bei Interesse zu.

Für alle Presseanfragen sowie die Aufnahme in unseren Presseverteiler wenden Sie sich bitte an eine der angegebenen Kontaktpersonen.

Unternehmer-Initiative konkretisiert Forderungen und Angebote an die Politik

VAUDE arbeitet weiter am Bleiberecht für Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit

Nach dem Termin mit dem baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl im April fand am 18. Juli erneut eine Veranstaltung der Unternehmer-Initiative „Bleiberecht für Geflüchtete in Arbeit“ statt, dieses Mal bei der Bauerei Härle in Leutkirch. Einem internen Austausch zwischen den Unternehmern folgte eine öffentliche Podiumsdiskussion unter dem Titel „Bessere Perspektiven für Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung“. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Suche nach Lösungen, wie Geflüchtete in Ausbildung oder in einem festen Arbeitsverhältnis eine gesicherte Bleibeperspektive erhalten können. Von Unternehmensseite nahmen Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE, Markus Winter, Geschäftsführer IDS (Industriedienstleistungen aus Oberessendorf) sowie Karin Schmid von der Handwerkskammer Ulm teil. Als Vertreter der Politik waren Axel Müller, CDU-Abgeordneter des Wahlkreises Ravensburg und Daniel Lede Abal, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg anwesend. Moderiert wurde die Diskussion von Gastgeber und Mitinitiator Gottfried Härle. Rund 100 Besucher nahmen am Gespräch teil.

Zielsetzung der Initiative

Zu Beginn bildeten Vertreter der Unternehmen interne Arbeitsgruppen, um im gemeinsamen Dialog Forderungen und Angebote an die Politik zu konkretisieren als auch über die Zukunft der Initiative zu sprechen – insbesondere auch als Vorbereitung für den Folgetermin mit dem Innenminister Thomas Strobl im Herbst. Gemeinsam will die Initiative vor allem Rechtssicherheit für alle Beteiligten erreichen, Geflüchtete vom Transferempfänger zum Beitragszahler machen und so auch einen unternehmerischen Beitrag zum sozialen Frieden in der Gesellschaft leisten. Antje von Dewitz betont: „Der Frieden in unserer Gesellschaft ist momentan extrem gefährdet und ich nehme wahr, dass die öffentliche Stimmung gegenüber Geflüchteten sehr angespannt ist. Es ist dringend notwendig auch die positiven Aspekte von Geflüchteten in Deutschland zu beleuchten und mit Fakten zu belegen!“

Jedoch plädieren die Teilnehmer keineswegs für eine Abschaffung der Identitätsklärung oder die Aufweichung des Asylverfahrens. Praktikable Änderungen der momentanen Gesetzeslage und zusätzliche Regelungen durch ein Einwanderungsgesetz und einen stichtagsbezogenen Duldungstatbestand seien nötig, um den Mangel an Fach- und Arbeitskräften in deutschen Unternehmen auszugleichen.

Die konkreten Forderungen beinhalten außerdem vollkommene Transparenz und klare Spielregeln sowie die Herabsetzung der Mindestzeit vor einer Beantragung des Bleiberechts von acht auf vier Jahre. Im Gegenzug, so die Unternehmen, können Geflüchtete in Arbeit nicht nur ihren Lebensunterhalt komplett selbst finanzieren. Darüber hinaus bieten die Unternehmen u.a. an, bei den Rechten und Pflichten des Arbeitsnehmers zu vermitteln, volle Unterstützung bei der Identitätsklärung zu leisten und eine(n) Integrationsbeauftragte(n) in den Unternehmen zu benennen.

Wichtig sei auch, so der allgemeine Konsens, dass die Geflüchteten keine billigen Arbeitskräfte darstellten oder ausgenutzt würden. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, die Geflüchteten mit deutschen Arbeitnehmern gleichzustellen“, so ein Vertreter der Initiative. Es gelte die Devise „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

Einschätzung des Gesprächs

Für die Initiative war die Veranstaltung erfolgreich: In lebhaften Diskussionen und konstruktiven Gesprächen wurden die Forderungen konkretisiert und legitimiert. Es wurde deutlich, dass der Zulauf von Unternehmen aus ganz Deutschland, die sich der Initiative anschließen möchten, groß ist. Auch von Seiten der Politik wurde Handlungsbedarf geäußert, jedoch ohne konkrete Einzelheiten nennen zu können. Hoffnung besteht trotzdem: Laut Axel Müller wurde die Stichtagsregelung innerhalb der Ländergruppen stark diskutiert und auch auf Bundesebene wird an neuen Gesetzen gearbeitet. Bereits bis Ende 2018 soll ein Zuwanderungsgesetz vorliegen.

Unternehmer-Initiative „Bleiberecht für Geflüchtete in Arbeit“

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Unternehmerinitiative „Bleiberecht für Geflüchtete in Arbeit“, der sich mittlerweile weit über 100 Unternehmen aus ganz Baden-Württemberg angeschlossen haben. Darunter viele Handwerksbetriebe, aber auch große Unternehmen wie die Würth AG, Trigema oder die EnBW sowie drei Verbände, die dem politischen Aufruf nach Integration in den Arbeitsmarkt gefolgt sind und Ausbildungs- bzw. Arbeitsplätze geschaffen haben. Insgesamt stehen die Unternehmen für rund 45 Milliarden Euro Jahresumsatz und über eine halbe Million Arbeitsplätze in Baden-Württemberg – darunter mehr als 2.000 Geflüchtete in fester Anstellung oder Ausbildung.

Bereits im April während des Besuchs bei Innenminister Thomas Strobl forderten die Unternehmen eine Bleibeperspektive für Geflüchtete mit einem festen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Sie zeigten auf, welch wirtschaftlichen Schaden eine Abschiebung der geflüchteten Mitarbeiter zur Folge hätte und wie groß der Bedarf an Arbeitskräften insbesondere in der Produktion, dem Handwerk, der Altenpflege und dem Dienstleistungsbereich ist.

In Zukunft will die Initiative bundesweit Unternehmen aufnehmen und sich im Zuge dessen durch die Gründung einer GbR auch professionell organisieren.  

Unterstützung durch Privatpersonen

Die Initiative beleuchtet das Thema Geflüchtete von der Seite der Unternehmen. Die Stimmen von Privatpersonen und Helferkreisen sollen aber nicht ungehört bleiben. Deshalb hat VAUDE, basierend auf dem Positionspapier vom April, eine Online-Petition ins Leben gerufen. Unter folgendem Link können Sie die Initiative unterstützen:

https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-gefluechtete-mit-einem-festen-arbeits-oderausbildungsplatz

 

Mehr zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/616181582097034/

Weitere Informationen zur Initiative:

https://www.vaude.com/de-DE/Unternehmen/Presse/Pressemitteilungen/VAUDE-setzt-sich-bei-Innenminister-Strobl-fuer-gefluechtete-Mitarbeiter-ein

Positionspapier: 2018_04_19_Unternehmer-Initiative_Gefluechtete-in-Ausbildung-und-Arbeit_Positionspapier5aebfe4963538

Integrationsaufwand und wirtschaftlicher Schaden von VAUDE: 2018_04_Integrationsaufwand-und-wirtschaftlicher-Schaden_VAUDE5aebfdb2263b9

 

Weitere Infos zu diesem Thema im VAUDE Nachhaltigkeitsbericht:

http://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/gri/menschen/engagement-fuer-gefluechtete.php

http://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/gri/vaude/unsere-politische-haltung.php

http://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/gri/news/VAUDE-erhaelt-Demografie-Exzellenz-Award-2017.php

http://nachhaltigkeitsbericht.vaude.com/gri/news/VAUDE-Upcycling-Werkstatt.php

Pressekontakt